Welche Andruckfedern eignen sich für den Frästisch?

Andruckfedern gibt es viele. Aber nicht alle eignen sich für den Frästisch.

Andruckfedern kann man selbst bauen oder auch fertig kaufen. Bei den fertig gekauften Federn ist aber Vorsicht geboten, denn nicht alle eignen sich für den Einsatz auf dem Frästisch gleich gut. Das hat noch nicht einmal etwas mit der Qualität zu tun, sondern vielmehr mit der Ausführung.

Bei den meisten Frästischen muss man nicht darauf achten, dass der Fräsanschlag zur Kante der Tischplatte oder einer eingelassenen Nut parallel ist. Im Gegenteil, gerade beim Feineinstellen des Fräsanschlages nutzt man ganz gezielt die leichte Schrägstellung aus, um sehr fein einzustellen. Und eben diese Schrägstellung macht es notwendig, dass ihr beim Kauf der Andruckfedern darauf achtet, welche ihr nehmt. Die Federn, die ihr flach auf dem Frästisch montiert müssen sich nämlich auch schräg montieren lassen. Bei den Federn, die ihr am Fräsanschlag befestigt und die euer Werkstück auf den Maschinentisch drücken spielt das keine Rolle.

Neu auf dem Markt sind die  Druckfedern “Featherpro”. Sie sind sehr speziell, da sie effektiv einen Rückschlag verhindern. Das hat aber auch zur Folge, dass sich euer Werkstück nicht zurückziehen lässt. Bei Probefräsungen kann das sehr lästig sein.

Die Featherpro kann auch schräg montiert werden, das Werkstück kann aber nicht zurückgezogen werden.

Ich verwende derzeit eine Kombination aus Andruckfedern von JESSEM für den Druck von oben auf das Werkstück, sie werden am Fräsanschlag befestigt und lassen sich nur parallel verstellen. Für den Einsatz flach auf dem Maschinentisch sind sie nicht geeignet. Dort habe ich Druckfedern von UJK im Einsatz. Sie lassen sich schräg montieren, eignen sich aber nicht so gut für die Montage am Fräsanschlag. Bei einem Selbstbau solltet ihr diese Aspekte ebenfalls berücksichtigen.

Beim Selbstbau könnt ihr euch die Druckfedern so anfertigen, wie ihr es möchtet.

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