Von Knochenleim und Tannenholz – nachhaltiger Holzwerken

Von Knochenleim und Tannenholz - nachhaltiger Holzwerken

Verleimen ohne Chemie? Mit Fisch- und Knochenleim geht das. Aber ist das alles auch praxistauglich? Ich wollte das für mich herausfinden und teile euch meine ersten Erfahrungen mit. Außerdem geht es um ein meiner Meinung nach vollkommen unterschätztes Holz.

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6 Gedanken zu „Von Knochenleim und Tannenholz – nachhaltiger Holzwerken“

  1. Hallo Heiko,
    ich habe mir das Video von Lothar Jansen Greef angeschaut.
    Das deckt sich zu den Erzählungen von meinem Vater, den ich leider nicht mehr fragen kann.
    Der hatte in den 30 er Jahren Tischler gelernt und erzählt, es gab einen langen Ofen, indem die zu verleimenden Werkstücke aufgeheizt wurden. Bei langen Verleimungen, z.B. Sargbau, musste es sehr schnell gehen um die langen Kanten zu fügen. Lothar hat die Leimstellen auch mit einem Fön erwärmt.
    An eine weiter Aussage kann ich mich auch noch erinnern: Gott sei Dank wurde der Kaltleim erfunden!

    Gruß Arno

  2. Hallo Heiko,

    vielen Dank für Dein neues Video zu den Glutleimen! Ich war da schon länger sehr interessiert an Deinen Erfahrungen und hatte eine gewisse Skepsis. Die ist durch Dich nun teilweise berichtigt, zum Teil aber auch bestätigt. Ich empfinde es übrigens als großen Vorteil, dass man die Glutinleimverbindungen offenbar auch wieder lösen kann (mit Wärme). Hast Du da evtl. auch schon Erfahrungen gemacht?

    Wenn ich den Spannagel richtig verstehe, ist der Hautleim wegen bessserer Eigenschaften gegenüber dem Knochenleim zu bevorzugen. Vielleicht machst Du da ja künftig noch Erfahrungen.

    Deine Argumente für Tanne aus dem Schwarzwald finde ich absolut überzeugend. Ich würde da auch der heimischen Forstwirtschaft vertrauen. Ich freue mich schon sehr auf den Onlinekurs!

    Viele Grüße und bleib gesund
    Klaus Fresz

  3. Einer der Vorteile bei der Arbeit mit Haut- und Knochenleimen etc. ist die Möglichkeit Verbindungen wieder zu lösen.
    Ich habe mir daher vorgenommen, die Stücke, die ich zukünftig herstelle, mit einem Aufkleber/einer kleinen Plakette (eine Art “Geburtsurkunde”) versteckt zu versehen, auf dem ich nicht nur Angaben zur Holzart und Oberflächenbehandlung festhalten will, sondern auch vor allem, welchen Leim ich genutzt habe, um hier ggfls. Reparaturen leichter durchzuführen, oder Dritten später diese zu ermöglichen.
    Darüber hinaus nutze ich den Knochenleim schon seit längerem privat, um z.B. (Zier)-Abdeckungen über Verschraubungen anzubringen, um die Schrauben (z.B. an den Treppenpfosten) nachziehen zu können etc.
    Das hat sich bei mir sehr bewährt.

  4. Hallo Heiko,

    ich finde es toll dass du dich dem sehr komplexen Thema nachhaltige Holzverarbeitung widmest. Leider ist das in der Berufsschule kein Thema. Informationen zur Herkunft des verfügbaren Schnittholzes zu bekommen, scheint auch schwierig.
    Vor Kurzem habe ich ihm Kino den tollen Film “Das geheime Leben der Bäume” über Peter Wohlleben gesehen. Darin ging es auch um nachhaltige Waldwirtschaft und wie wir mit Kiefern- und Fichtenwäldern und großen Erntemaschinen den Nutzwald für lange Zeit schädigen.

    Bei der Recherche der Umtriebzeiten heimischer Baumarten, ist mir aufgefallen, dass die Erle (früher mal sehr beliebt) in 60-80 Jahren Erntereif ist. Für die gute Qualität und Verarbeitbarkeit dieses Holzes, ist das eine kurze Zeit. Erle wächst am besten an Flüssen, Ufern und Mooren, was eher auf Wildwuchs als auf Plantagenwirtschaft deutet. Könnte das vielleicht eine nachhaltiges Nutzholz sein?

    Ich freue mich mehr zu dem Thema Nachhaltigkeit im Holzbau von dir zu hören.
    Grüße, Nils

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